Peenemünder Haken 1937 bis 1945

Nach mehreren Wellen der Zerstörung legte sich Ende der 40er Jahre des letzten Jahrhunderts der Mantel des Schweigens über die Geschichte der Waffenentwicklung auf der Usedomer Halbinsel Peenemünder Haken. Die Rakete V2 und der Marschflugkörper V1 erforderten eine enorme wirtschaftliche Kraftanstrengung — und blieben militärisch weitgehend wirkungslos. Als Terrorwaffe gegen die Zivilbevölkerung verbreiteten sie jedoch Angst und Schrecken.

Die meisten Anlagen wurden im Krieg beschädigt und nach dem Krieg in mehreren Kampagnen sorgfältig zerstört. Davon ausgenommen waren das Kraftwerk, das noch bis 1991 Strom produzierte, das Sauerstoffwerk, dessen Aggregate allerdings demontiert wurden, und der Prüfstand 11. Von allen anderen Anlagen auf dem Peenemünder Haken sind nur noch Ruinen erhalten. Manche Anlagen, wie etwa Teile der Erprobungsstelle der Luftwaffe (Werk West) wurden überbaut und sind somit völlig verschwunden. Andere Objekte sind infolge geänderter Wasserhaltungen und Melioration in Sumpf und Moor kaum mehr zugänglich (z. B. Gemeinschaftslager Ost).

  1. Waffenentwicklung 1937 — 1945
  2. Peenemünde Ost und West
  3. Entwicklungswerk
  4. Versuchsserienwerk (Werk Süd)
  5. Kraftwerk
  6. Sauerstoffwerk
  7. Prüfstand 1
  8. Prüfstand 2
  9. Prüfstand 3
  10. Prüfstand 4
  11. Prüfstand 5
  12. Prüfstand 6
  13. Prüfstand 7
  14. Prüfstand 8
  15. Prüfstand 9
  16. Prüfstand 10
  17. Prüfstand 11
  18. Prüfstand 12
  19. Prüfstand 13
  20. Katapultstartanlagen (Schleuderprüfstände)
  21. Diashows