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Usedom-Reiseführer

Die Erprobungsstellen Peenemünde-Ost und Peenemünde-West

Überblick über die Erprobungsstellen von Heer und Luftwaffe auf dem Peenemünder Haken

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Flächendenkmal Peenemünder Haken

Anhand einer interaktiven Landkarte des nordwestlichen Teiles der Insel Usedom sollen diese Seiten einen Überblick über das Flächendenkmal Peenemünder Haken geben. Von Karlshagen beginnend, wurde nahezu der gesamte Peenemünder Haken der Insel Usedom zwischen 1937 und 1945 in ein gigantischen militärisch-industriellen Komplex verwandelt, der weltweit seinesgleichen suchte. Vorausgegangen war eine sehr improvisierte Erprobungsstelle auf der kleinen, Usedom in der Ostsee vorgelagerten Insel Greifswalder Oie, die auch während des Betriebes der Erprobungsstellen auf dem Peenemünder Haken weitergenutzt wurde. Auch die nahegelegene Insel Ruden wurde bald in das Gesamtprogramm als Messbasis mit einbezogen.

Erster erfolgreicher Start einer Großrakete

Am 3. Oktober 1942 gelang auf dem Prüfstand VII in Peenemünde-Ost der erste erfolgreiche Start einer Großrakete. Mit 85 Kilometern Scheitelhöhe überwand erstmalig ein von Menschenhand geschaffenes Objekt die Grenze zum Weltraum. Die fieberhafte Weiterentwicklung zahlreicher neuer Waffensysteme auf der Insel Usedom blieb den Alliierten nicht verborgen. Bereits im Krieg, mit der Operation "Hydra" beginnend, wurden die meisten Teile der ausgedehnten Anlage auf Usedom durch Bombenangriffe stark zerstört.

Erprobungsstelle des Heeres Peenemünde-Ost: Erfofgreicher Start eines A4 vom Prüfstand VII.

Überambitionierte Pläne

Zunächst erfolgten Notauslagerungen, so z. B. die Bord-, Mess- und Steuerungstechnik an das Ufer des Schmollensees bei Pudagla. Jedoch fiel bereits unmittelbar nach dem Luftangriff vom 17. August 1943 die Entscheidung für die Untertage-Verlagerung der V2-Fertigung ("Operation Zement").

Gegen Kriegsende fielen die Insel Usedom und somit auch Peenemünde kampflos der Roten Armee in die Hände. Eilig hinzugezogene Raketenspezialisten archivierten das vorgefundene Material und ließen anschließend alles Verwertbare - zumeist über den Hafen Swinemünde - abtransportieren. Es folgten Phasen weiterer Demontage und mehrfacher gründlicher Sprengungen.

Zerstörung, Überbauung, Verdrängung

Bevor Teile dieses Usedomer Areals sowjetischen Marinefliegern, der DDR-Marine und später den Luftstreitkräften der DDR übergeben wurde, waren bereits viele Spuren getilgt. Vor und während der Nutzung durch die NVA fanden weitere Sprengungen statt, manche Flächen wurden überbaut. Später wurden einzelne Flächen (z. B. die östliche Grenze der früheren Erprobungsstelle der Luftwaffe Peenemünde-West) einfach als naheliegende Müllkippe der NVA verwendet. Besonders einfach machte es sich die Technische Dienstgruppe 9 des Jagdgeschwaders 9 "Heinrich Rau" mit dem Prüfstand XII. Bestehende Reste der Bebauung wurden im Zentrum zusammengeschoben und eine emsige Vegetation besorgte einen notdürftigen Sichtschutz.

Museumslandschaft Peenemünde

Neben dem Historisch-Technischen Informationszentrum (H.T.I.) in Peenemünde auf der Insel Usedom ist das Gebiet des Peenemünder Hakens selbst ein auch heute noch hochinteressantes Flächendenkmal. Dennoch sind weite Teile des Peenemünder Hakens Sperrgebiet!

Online-Museum

Um dem historisch Interessierten einen möglichst vollständigen und realistischen Überblick über den heutigen Zustand der seinerzeit bedeutsamen Usedomer Orte zu geben, werden vor allem jene Teile der Anlage vorgestellt, die zum Raketenprogramm, also zur Erprobungsstelle des Heeres Peenemünde-Ost, gehörten. Hier stehen die Prüfstände im Vordergrund.

Aggregat 4 ("V2") im Fronteinsatz: In Peenemünde wurden Kriegswaffen entwickelt.

 

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