Online-Museum Peenemünder Haken

Teurer als das Manhatten Project, militärisch weitgehend wirkungslos, war das Waffenentwicklungsproprogramm auf dem Peenemünder Haken der Insel Usedom ein gewaltiges Vorhaben, das Kräfte band und bei der Entwickung und Herstellung der Waffen mehr Menschen das Leben kostete, als beim Einsatz der Waffen. Mehr als 650 Fotos dokumentieren den Zustand der während und unmittelbar nach dem Krieg zumeist bis zur Unkenntlichkeit zerstörten Anlagen in den Jahren 2005 bis 2021.

Versuchsmuster V4 - Signet "Frau im Mond" Verlorene Schätze Mauerwerk Strandsand im Wald Elektrozaun Niederung Hydrant Lagerbunker Denkmalschutz der anderen Art Umfassungswall Leitstand Wachgebäude Wasserspeicher Leitungskanal Messhaus Küste Am NVA-Schießplatz Reste Werkhalle Leitungskanäle Werkstatteinrichtungen Ostseeküste Peenewiesen Ruinen Abgasschurre Modell Wasserbehälter Bombentrichter Wachposten Gefechtskopf Konversion Nordspitze Seefunkstelle Schweißgas Sandbleche Sumpfgebiet Tiegel Zarge Kabel Begehbarer Leitungskanal Gedenkstein Tragschienen NVA-Baracken Garage Walter-Schleuder, Leitstandsbunker Wasserreservoir Wasserverteiler Pumpenhaus Verschiebebühne Stahlkästen Leitungskanäle Schrott Verborgen NVA-Gebäude Einsatzerprobung Nordküste Fundstücke Verklinkert Gerät Reste der Triebwerkserprobung Seeziel Klimatechnik Hinweis Wissenschaftlersiedlung Nord NVA-Wachgebäude Theo - Messturm auf dem Ruden Getriebe Bewehrungsstähle NVA-Wachbunker NVA-Bewaffnung Fernmeldeanschluss Feldfernsprecher Wachbunker Sperrgebiet Adlerhorst Vom Flugzeug Schwimmkörper Tank Fernmeldeanschluss Schachteinstieg Strahljäger Brunnen Einspeisung Elektrozaun Gestell Toilette Untergeschoss Lüftungskanal Kasten Stahlschrank Damm Druckbehälter Heizung Geländer Zylinder Hauptwache Schutzbunker Drehkranz Artefakte Bahntrasse NVA-Wasserversorgung Gebäudereste Stickstofflager Tafeln Messhaus Küste Windkanal Leistandsbunker P7 Belüftungsanlage Prüfstand 2 Gebäudeteil Feuerungsteil Transformatoren- und Motorenwickelei Waschräume Werkstätten Bahnstation Schutzbunker VKN Vorrichtung Schalttafel Große Werkhalle Triebwerkserprobung Bombe Anschlusskasten Prüfstand 12 NVA: Bewaffnung und Munition Munition Müggenhof Usedomer Hochgebirge Granuliert und verstreut Prüfstand 9 Kleinere Anlage Boden-Luft-Rakete Betonbalken Postenweg Technische Dienstgruppe 9 Waldweg Begonnene Arbeiten Gotcha! Kontrolldurchlass Kraftstoff Vorbereitungshalle Verschiebebühne Prüfstand 6 Prüfstand 4 Prüfstand 2 Entwicklungswerk Flakstellung Nord NVA-Schießplatz Infrastruktur Fertigungshalle F1 Fertigungshalle F2 Verladerampen Lagerhalle (geplant) Fernheiztrasse Peenemünde, Luftwaffengebäude Kraftwerk Sauerstoffwerk NVA-Flugzeug-Shelter Katapultstartanlagen NVA-Beobachtungsposten NVA-Schützengräben Nordhafen Küste am Peenestrom und am Greifswalder Bodden NVA-Flugplatz Flugplatzfeuerwehr Gebäudereste Künstliche Insel: 1000-Meter-Punkt Ausstellung Gemeinschaftslager Ost (KZ) Werkbahn Bahnbetriebswerk Karlshagen Wege und Straßen Nordküste Ghostwriter - ein Film wird gedreht Gemeinschaftslager West Abbruch Nordhafen Mission beendet Erprobungsstelle, West

Benutzung

Das Bild zeigt die Anlagen auf dem Peenemünder Haken der Insel Usedom gegen Ende des Krieges ohne die eingeblendeten Foto-Marker.

Führen Sie die Maus über die Karte oder tippen Sie die Karte an, um die Marker für die vielen Fotos einzublenden. Jeder Marker (orangefarbener Kreis) repräsentiert ein Foto — Maus darüber halten oder antippen. Gegebenenfalls kann der Bildschirminhalt vergrößert werden (mobile Endgeräte mittels Aufziehen mit zwei Fingern, Desktop-Browser mittels Strg und +).

Weitere Informationen

  1. Waffenentwicklung 1937 — 1945
  2. Peenemünde Ost und West
  3. Entwicklungswerk
  4. Versuchsserienwerk (Werk Süd)
  5. Kraftwerk
  6. Sauerstoffwerk
  7. Prüfstand 1
  8. Prüfstand 2
  9. Prüfstand 3
  10. Prüfstand 4
  11. Prüfstand 5
  12. Prüfstand 6
  13. Prüfstand 7
  14. Prüfstand 8
  15. Prüfstand 9
  16. Prüfstand 10
  17. Prüfstand 11
  18. Prüfstand 12
  19. Prüfstand 13
  20. Katapultstartanlagen (Schleuderprüfstände)
  21. Diashows
  22. virtuelle Touren

Anmerkungen

Die Fotos sind während eines Zeitraums von 2005 bis 2021 gemacht worden. Während dieser Zeit haben sich viele Änderungen ergeben. Jahreszeitlich sind unbelaubte Vegetationsperioden bevorzugt worden, um eine bessere Sicht auf die Objekte zu haben. Die Marker sind an der Position eingefügt, an der die Aufnahme gemacht wurde — nicht unbedingt am Ort des Objekts. Abweichungen in der genauen Position einzelner Objekte sind möglich, da dem Lageplan von ungefähr 1944 ältere Karten zugrunde lagen. Außerdem haben sich infolge natürlicher Vorgänge die Küstenlinien über die Jahrzehnte verändert.

Landwirtschaftliche Nutzungen (auch das Werben des Schilfes) fördern neue Objekte zutage, Raubgräber bemächtigen sich dieser ebenso, wie jener, die sie selbst ausgegraben haben. Teile des Areals, insbesondere des Werkes West (Erprobungsstelle der Luftwaffe), sind später überbaut worden, so dass hier kaum mehr Hinweise auf die frühere Nutzung anzutreffen sind.

Der vorliegenden Darstellung des Peenemünder Hakens liegen mehrer Karten sowie örtliche Beobachtungen zugrunde. Naturgemäß gibt es zwischen den kartographischen Darstellungen, Skizzen und Erinnerungen Widersprüche. Diese sind soweit wie möglich plausibilisiert und ausgeräumt worden. Wo dies nicht möglich war — z. B. Bauwerksreste an der Position X: 2,9km; Y: 2,0km — sind in der vorliegenden Karte keine Bauwerke eingezeichnet, jedoch Fotos verortet.

Die Flächen der NVA-Nutzung bzw. der Überbauung mit Anlagen der NVA dienen dem besseren Verständnis über die Teile der gesamten Anlage, die völlig verschwunden (Teile des Werkes West) oder aber dank der kaum geänderten Fortnutzung überwiegend erhalten (Prüfstand 11) sind.

Vor allem das Werk West (Erprobungsstelle der Luftwaffe) wurde nach Demontage und Zerstörung teilweise überbaut (zunächst sowjetische Marineflieger, danach NVA). Hier sind nur im mittleren Teil (um Position X: 2,2km; Y: 2,5km) Fotos der baulichen Reste aufgenommen worden. Der nicht fertiggestellte Püfstand 12 wurde unter NVA-Ägide mit Lagerbunkern für Bordbewaffnung und vier kleinen Mehrzweckhallen bebaut und ist nur noch in Fragmenten in seiner ursprünglichen Gestalt wahrnehmbar. Auch der südliche Teil des Entwicklungswerkes (Peenemünde — Werk Ost) wurde bis 1990 militärisch genutzt. Hier befinden sich verbunkerte Garagen und kleinere Fertigteilgebäude. Westlich der Prüfstände 6 bis 4 hatte die NVA ein mit Hochspannungszäunen (vgl. Prüfstand 11) gesichertes Areal mit Bunkern und Mehrzweckhallen angelegt.

Gelegentlich erfolgte eine Umnutzung. So wurden die Bauwerke des Prüfstandes 5 abgetragen und ein Infanterieschießplatz angelegt. Westlich der Fertigungshalle F1 (Position X: 5,1km; Y: 4,9km) wurde ebenfalls ein Infanterieschießplatz eingerichtet. Zwischen den Prüfständen 8 und 9 legte die NVA ein Übungsgelände mit Sturmbahn an. Um den Flugplatz zu sichern, wurde die westliche und nordwestliche Küste des Peenemünder Hakens mit Schützengräben und -stellungen versehen. Das vormalige Versuchskommando Nord, ein Lager aus U-förmig angeordneten Baracken, wurde von der NVA bis 1990 als Garnison verwendet. Im Jahr 2021 wurden alle Bauwerke auf diesem Areal abgetragen.

Von der beschädigten Rollbahn 2 der Erprobungsstelle der Luftwaffe wurden Teile als Abstellflächen fortgenutzt. Die Rollbahn 1 wurde ausgebaut und um Zubringer ergänzt. Neue Generationen an Strahljägern machten eine Verlängerung der Rollbahn in den Greifswalder Bodden erforderlich. Entlang der Verbindung Vorfeld - Rollbahn 2 und entlang des Zubringers nordöstlich der Rollbahn 1 (nördliche Abstellfläche zum Nordende der Rollbahn 1) wurden im Gefolge des Sechstagekrieges verbunkerte Flugzeugstellungen (Shelter), darunter auch eine verbunkerte Flugleitung mit ebenfalls verbunkertem Kleinkraftwerk, angelegt. Ein darauf folgendes Ertüchtigungsprogramm ermöglichte die Einsatzvorbereitung im Shelter. Die Krasewiese wurde von den NVA-Luftstreitkräften als Erdschießplatz und der sich im Nordosten anschließende Teil der Ostsee als Seeschießplatz genutzt.

In jüngerer Zeit wird das Areal westlich der Prüfstände für die Lenkflugkörper (Position X: 2,0km; Y: 0,4km) als Marinefunkstelle verwendet. Naturschutz- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen führten zu baulichen Veränderungen an NVA-Gebäuden und an den vollständig erhaltenen Lagerbunkern des Prüfstandes 11. Hier wurden Fledermausquartiere eingerichtet. Das durch mehrere Bombentreffer beschädigte und infolge der Demontage entleerte Sauerstoffwerk ist dem Verfall preisgegeben — das Kraftwerk nebst Bunkerwarte ist heute Museum. Die bis zum Jahr 1991 betriebenen Spülfelder (Verspülung der Kraftwerksasche) werden abgetragen und renaturiert.

Cursorposition

X:km
Y:km